Street Art by Alice Pasquini in Berlin

Eine der wenigen Frauen in der Street Art – Szene ist die aus Italien stammende Alice Pasquini. Die Künstlerin, die durch ihre Beziehung mit dem französischen Künstler C215 zur Street Art fand, hat ihre Werke schon in einigen europäischen Städten hinterlassen. So war sie neben Rom auch in Berlin und London sowie Paris und Moskau unterwegs. Neben der Street Art arbeitet sie auch für Firmen und gestaltet deren Werbekampagnen und zeichnet unter anderem auch Comics.

In ihren Werken verwendet die Italienerin Acryl, Marker und Spraydosen. Meist thematisiert sie Menschen, ihre Beziehungen und Gefühle in ihren Arbeiten. Im Gegensatz zu vielen männlichen Kollegen provoziert Alice mit ihren Werken nicht, sie sind einfach schön anzusehen.

 

Alice Pasquini Street Art in Berlin

Alice Pasquini Street Art in Berlin

 

Alice, die es vorzieht ihre Werke tagsüber zu malen, auch die, die keine Genehnemigungen haben, ist schon deswegen etwas besonderes, da sie keinen Künstlernamen benutzt. Nachts würde sie niemals malen, oft malt sie direkt unter den Augen der Polizei ihre Kunstwerke.

Ihre Inspiration holt sie sich aus ihrem eigenen Leben, sie liebt es reale Geschichten aufzumalen. Von Galerien hält die Künstlerin nicht viel. Street Art kann drinnen nicht existieren, trotzdem kann man als Street Artist Ausstellungen machen, sagt sie. Sie betont jedoch, dass Galerien für Dinge genutzt werden sollten, die man auf der Straße nicht verwirklichen kann.

Als Protest sieht sie Street Art nicht, eher erinnert es sie an Freiheit. Für sie ist es wichtig, dass aufzumalen, was sie fühlt. Früher malte Alice viel mit ihrem Freund zusammen, heute ist sie meist allein unterwegs.

Angefangen hat Alice sehr früh in den 90er Jahren in der Graffiti-Szene. Ihre Heldin war eine Comic-Figur namens Sprayliz, die politische Graffitis sprühte. Durch sie begann sie sich für Street Art zu intessieren.  Das sie etwas mit Kunst studieren möchte, stand für sie früh fest. So machte sie ihren Abschluss an der Academy of Fine Arts in Rom und lebte und arbeitet danach in Großbritannien, Frankreich und Spanien. Zunächst arbeitete sie als Illustratorin, was sie aber schnell langweilte. Als sie kurz danach Freizeitparks für Kinder gestaltete, war für sie klar, dass sie Bilder malen möchte, die die Betrachter sofort wahrnehmen und begann auf der Straße zu malen.

Leider, so muss Alice immer noch oft feststellen, wird Street Art immer noch als Porvokation wahrgenommen. Als Alice einmal in Oslo arbeitet, kam eine Frau zu ihr um ihr zu ihrer Arbeit zu gratulieren. Kurz danach rief die Passantin die Polizei.

 

Alice Pasquini Street Art in Berlin

Alice Pasquini Street Art in Berlin

 

Alice Streetart Berlin

Alice Pasquini Street Art in Berlin

 

Alice Streetart Berlin

Alice Pasquini Street Art in Berlin

 

Alice Streetart Berlin

Alice Pasquini Street Art in Berlin

 

Das ist jedoch nicht immer so, am Anfang ihrer Karriere bemalte sie einmal ein Verkehrsschild in Weil am Rhein. Als störend wurde ihre Kunst dort aber nicht empfunden, eher im Gegenteil, das Schild wurde nach einigen Wochen von Dieben geklaut.

Ihre Werke könnten auch unterschiedlicher nicht sein. Manche erstrecken sich über ganze Häuserwände, andere sind so klein, dass man sie kaum beachtet.

In Berlin findet man ihre Werke vor allem am Kottbusser Tor und in der Schlesischen Straße.

 

Alice beim Memorie Urbane Street Art Festival 2013