Women are Heroes by JR

Ein Projekt von JR ist der Film “Women are Heroes”, den er zwischen 2008 und 2009 gedreht hat. Auf der Suche nach starken Frauen, die schreckliches erlebt haben, reiste JR durch sieben Länder auf drei Kontinenten. Weltweit wurden die dort entstanden Bilder danach ausgestellt. In Deutschland war die Ausstellung im Jahr 2010 in Düsseldorf zu sehen.

Das Women are Heroes Projekt hat den Künstler in verschiedene arme Länder auf der Welt geführt. JR wollte dort die Frauen in ihrem Leben, dass sie jeden Tag führen, filmen und ihre Geschichten in die Welt tragen, um auf die verschiedenen Schicksale aufmerksam zu machen. Er klebte riesige Paste-ups auf Gebäude, Züge und Brücken.

In vielen Ländern kämpfen die Frauen jeden Tag um ihre Existenz und das Leben ihrer Kinder und Enkelkinder.

2008 ging JR nach Afrika u.a nach Kenia, Sierra Leone, Liberia und den Sudan. Er verstand die Arten des Konfliktes nicht, aber er sah die Frauen, die ihre Geschichten erzählen wollten, um ihren Schmerz mitzuteilen.

Er machte Fotos von den Frauen und hängte sie an den Plätzen auf, an denen sie entstanden.

In Liberia stieß JR aufgrund der Fotoaktion  nicht immer auf Zuspruch. Manche gingen sogar ziemlich brutal gegen den Fotografen und Künstler vor. Auch stellten die Leute dort eine Menge fragen: Warum Frauen? Warum Gesichter? Was macht sie besonders? Warum hier?

Im Januar 2009 tapezierte JR 2000 Quadratmeter mit den Augen und Gesichtern von den Frauen in Kenia.

Seine Hauptgründe für dieses Projekt sind einfach. Er wollte denen Tribut zollen, die Hauptopfer von Kriegen, Verbrechen, Vergewaltigungen, politischen und religiösen Faschismus wurden. So klebte JR Bilder von den Augen und Gesichtern der dort lebenden Frauen auf Gebäude und Züge um der jeweiligen Stadt einen weiblichen Blick zu geben.

JR Women Are Heroes

„Wir mussten uns einer Welt anpassen, wo die Dächer aus Plastik sind und Kinder ihre eigenen Revolver haben. Wir schafften es trotz der steilen Straßen, der unbeständigen Häuser, der plötzlich auftauchenden Stromkabel und den Schusswechseln, wo Kugeln manchmal durch mehrere Häuser gleichzeitig gingen“, sagte JR danach.